Childhood Dreams

Ich war ein Träumerle- schon als Kind. Ich dachte, irgendwann, wenn ich groß bin, dann mache ich, wonach mir der Sinn steht! Und wie mir der Sinn stand 😀 Ich wollte Eis und Kekse zum Frühstück, nicht zur Schule gehen, den ganzen Tag schaukeln. Durch Rasensprenger hüpfen, in der Sonne liegen und keine Sonnencreme nutzen. Ich wollte aufbleiben, so lange ich will und immer barfuß gehen. Mein Haus sollte in einem ausgehöhlten Baumstamm sein, mit ganz viel Flaschenzügen. Und Pferde hätte ich natürlich gehabt, klaro! Und keiner hätte mich gescholten, weil ich so wild war. In meiner Welt konnte ich wild sein.

Und irgendwann ist die Kindheit vorbei. Und die Kindheitsträume hallen noch etwas nach, bis sie nach und nach unwichtiger werden und schließlich nur immer wieder wie ein Blitzlicht auftauchen.

Aus meiner Kindheit ist nicht mehr viel geblieben. Eigentlich fast gar nichts. Aber wenn ich morgens heimlich Schokolade oder Kekse esse- dann hab ich es geschafft. Ich bin erwachsen und könnte meinen Traum leben. Stattdessen weiß ich nicht mehr, was ich träumen soll. Und ich starre auf die Tapete und fühle mich irgendwie ganz schön leer. Als hätte ich mein kindliches Ich einfach so verraten. Und ich bin jedes Mal froh, wenn der Bube angerannt kommt, so voll kindlicher Leichtigkeit, Hoffnung und voller Träume- und ich ein ganz kleinen bisschen von diesem Funken abbekomme. Dann weiß ich: alles wird gut.

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Was War denn bei uns los?

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Der Bube wurde-wie jeden Morgen – KiTa fertig gemacht. Heute trug er ein selbst genähtes Shirt, dass sooooo schief genäht war – dafür aber gemeinsam mit ihm 💜💜💜

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Auch das KiTa Brot durfte nicht fehlen, heute Sandwich mit Alfalfa-Sprossen.

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Bubes liebstes Spielzeug. Ich räume tatsächlich nur in die -von ihm! – dafür vorgesehenen Boxen und werfe ab und an mal ein Taschentuch weg, sofern er darin nicht einen seiner Schätze aufbewahrt. Der respektvolle Umgang mit unserem Kind beinhaltet für uns auch seine Privatsphäre zu respektieren und sein Eigentum als solches zu behandeln.

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Eine kleine Stärkung für mich- ebenfalls Alfalfa-Sprossen und das beste Kokoswasser, dass ich bisher finden konnte. Das von DM / Alnatura schmeckt aber auch sehr gut!

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Mehr Essen. Da mein Immunsystem geschwächt ist, muss ich besonders jetzt nach zwei Infekten direkt hintereinander mit einem dritten der an die Haustüre klopft auf mich Acht geben. Rotbäckchen half mir schon als Kind und ist besonders in der Erkältungszeit fester Posten auf meinem Einkaufszettel.

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So ein großer kleiner Mann 😍😍😍😍😍 es gibt kaum genug Worte, die meine Liebe zu diesem perfekten kleinen Haudegen beschreiben. Ich staune jeden Tag, wirklich jeden einzelnen Tag über dieses perfekte Kind 💜💜💜

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Unser Kater kam natürlich heute auch und hat sich seine Portion Mama geholt. Man merkt, dass er alt wird. Er wird gemütlicher, friert leichter (und huscht daher unter die Decke ), ist anfälliger für Stress. Und nervt ganz schön oft! Solche Momente machen es mehr als wett.

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Noch schnell ins Reformhaus, das was ich vergessen habe kaufen. Sowas passiert mir ab und an und hat mich heute ganz schön gestresst.

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Rote Lippen soll man küssen… 💋💋💋
Ein bisschen chic chic muss eben doch mal sein!

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Zum Abend gab es dann noch mal Schlucker- viel zu teuer. Das kann ich selber bedeutend günstiger!

Ständig Ärger

Irgendwie haben wir das Pech derzeit für uns gepachtet. Bube krank. Mama krank. Bube krank. Papa krank. Bube noch nicht wieder gesund, Mama aber schon krank und Papa ebenfalls.

Dazu kommt, dass diverse Dienstleister ganz viele Dinge tun- nur den Dienst, den sie anbieten, leisten sie leider nicht. So warten wir regelmäßig auf Päckchen, wären um ein Haar exmatrikuliert worden und unsere Heizung zeigt ständig eine Fehlermeldung.

Burschi himself ist in der KiTa in der letzten Zeit eher weniger angepasst gewesen- so dass wir schon ein Gespräch mit den Erziehern führen mussten. Ergotherapie wird es wohl im Laufe der nächsten Wochen werden.

Mit ihrem Herzensprojekt ist Mama nun schon im Rückstand und das macht mich schier wahnsinnig 😦 Mir liegt sehr viel daran.

Und überhaupt, so krank und erschöpft, aber geistig fit und energiegeladen ist einfach eine doofe Kombination. Ich wollte heute Vurst machen, aber auch dazu: Zutaten kaufen ging noch und dann war Schicht im Schacht.

Jetzt warte ich darauf dass der ebenfalls kranke König von der Arbeit kommt und dann den Buben abholt. Und hoffe, dass ich bis dahin aufstehen kann. Und vielleicht wenigstens Staub sauge oder so. Vielleicht hole ich aber auch nur Nachtschlaf nach…

Du bist das Apfelbäumchen, das ich pflanz! [Reinhard Mey]

Reinhard Mey, sehr empfehlenswert für Heule-Sehnsuchts-Sentimental-Tage- besser kann man es fast nicht ausdrücken!

Der Bube ist so groß werden! Unfassbar, dass der nächsten Monat schon 3 Jahre alt wird…

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Mein liebster, kleiner Murmelmann, mein Äffchen!

Was du schon alles kannst!

Sprechen und Sprache:

Du kannst nun praktisch alles sagen, erzählst ganze Geschichte, kannst dich mitteilen, du sagst uns, was du willst- und vor allem: was du nicht willst 🙂 dabei ist es dir leider völlig egal, was wir dir sagen 😦 Du hörst einfach nicht zu, oft scheint es, als lebtest du in deiner eigenen Welt. Das nervt leider ganz schön oft, hab Verständnis für uns, wir versuchen es!

Du sagst nun oft, dass du uns liebst, du kuscheln willst und dass wir dich kraulen sollen. Du bittest uns, Geschichten zu lesen und kannst viele davon schon mitsprechen. Du fängst an, KiTa-Lieder nachzusingen und das ist einfach nur unfassbar goldig.

Du kannst nun ohne größere Probleme bis 10 zählen und sogar schon etwas holrig bis 15. Du kannst – fast! – Mamas Namen (der echt schwer ist!) buchstabieren, weil du mich das so oft tun hörst. Du hast intensives Interesse an Buchstaben und verlangst immer wieder, dass wir einzelne Buchstaben aufschreiben und versuchst sie nachzumalen. Einzig die Motorik fehlt noch, glaube ich.

Leider kreischt und qietscht du ganz viel, besonders in der KiTa- immer wieder wiederholst du (auch Zuhause) die KiTa-Regeln, um sie direkt darauf zu brechen.

Motorik/Bewegung:

Du bist manchmal noch recht unbeholfen, aber schnell und zielgerichtet unterwegs. Klettern kannst du ja schon unfassbar lang sehr gut. Das hat an Faszination nichts verloren! Du rutscht und schaukelst gern und tobst viel.

Du magst in der KiTa besonders das Bällebad und liebst es, dort rumzurennen.

Beim Malen wirst du immer besser und erzählst uns oft, was genau du gemalt hast. Mittlerweile machst du ziemlich runde Kreise! Du fängst an, mit der Schere zu schneiden, was du eventuell schon könntest, wenn Mama und Papa mutiger wären.

Du hast begonnen, dich für Knete zu interessieren und hast auch keine Angst mehr vor Wasserfarben 🙂

Du magst besonders:

  • Die KiTa, ist ja klar! Da hast du schon einige Freunde…
  • Schokolade, Kekse und Eis
  • Bagger, Traktoren, Baustellenfahrzeuge, Autos, Garagen und Waschanlagen. Mit Auto aussaugen kann man dir eigentlich immer einen Gefallen tun!
  • Flunkerfisch – das Buch liebst du heiß und innig.
  • Sportfreunde Stiller (“Mama Sportis!” oder, wenn ich mal wieder mit Freunden aus dem Rheinland gesprochen habe 🙂 “Mama Spooochtis!”)
  • Du machst unheimlich gerne Alltagstätigkeiten- kannst davon aber auch nicht lassen. Dabei hilfst du echt schon richtig super gut mit! Wir haben nur immer Angst, dass dir die Kindheit flöten geht…
  • Nähmaschine. Du magst mir immer helfen und wenn ich Geduld habe, lasse ich dich mitmachen. Das klappt dann mehr oder minder gut, macht aber meistens Spaß. Mehr Spaß würde es machen, wenn meine Maschine nicht so doof wäre.
  • Pommes
  • Kuchen und Kekse backen- und DAS kannst du richtig mega super duper gut! Du hast wenig Geduld beim Abmessen, aber wenn du in der Zeit den Mixer und die Rührstäbe schon rausholen darfst ist alles gut. Du weißt sogar schon, was wir für den Kuchen brauchen und das finde ich Wahnsinn!
  • Deinen Affen und Grölle (Schnuller)

Das magst du nicht so gern:

  • Baden
  • Geräusche, von denen du nicht weißt, woher sie kommen, das macht dir Angst
  • Seit der Trennung von deinen Großeltern nach de großen Streit hast du leider sehr viel Angst vor vielen Dingen und brauchst extrem viel ritualisierte Handlungen, was uns etwas Sorge machst
  • Wenn dir Erwachsene nicht zuhören oder tun, als verstünden sie dich nicht. Das macht dich – verständlicherweise- schier wahnsinnig
  • Deinen Grölle (Schnuller) abgeben
  • Das Wort “Nein”- was immer wieder zu ganzen Dramen führt 😦
  • Kartoffelpuffer
  • Bei etwas nicht helfen zu dürfen

Ich weiß gar nicht, wie ich beginnen soll, so viel Gedanken, und mein Herz ist übervoll, so viel Gefühle drängen sich zur selben Zeit: Freude und Demut und Dankbarkeit. […] dies ist mein Kind, welch ein Geschenk!
Wenn alle Hoffnungen verdorr’n, mit dir beginn’ ich ganz von vorn, und Unerreichbares erreichen, ja ich kann’s! Du bist das Apfelbäumchen, das ich pflanz!
[..]
Du bist ein Licht in ungewisser Zeit, ein Ausweg aus der Ausweglosigkeit, wie ein Signal, den Weg weiterzugeh’n, Herausforderung weiter zu besteh’n.Wo vieles voller Zweifel, manches zum Verzweifeln ist, da macht ein Kind, daß du alle Zweifel vergißt. Es sind in einer Welt, die ziel- und rastlos treibt, die Kinder doch die einz’ge Hoffnung, die uns bleibt!

Reinhardt Mey, “Mein Apfelbäumchen”