Im Westen nix Neues…

…oder doch? Eigentlich ja. Trotzdem ist es hier so ruhig, wie kommt das?

Zum einen habe ich unfassbar viel gearbeitet- öffentlicher Dienst, Bildung, Semesterstart. Ich will ehrlich sein: es war Zeit, schreiend im Kreis zu laufen.

Dazu läuft natürlich das neue Semester an. Und wieder alle so “ahhhhhhhh ahhhhhhhh AHHHHHHHHHHHH!”. Ich habe mich entschlossen, den ein oder anderen Kurs an meiner Heimatuni zu belegen. Und prompt keinen bekommen, der a) passt und den ich b) brauche. Dann direkt am ersten Tag (gestern) mehr oder minder verpennt. E-Mail schreiben und auf Bauchbonus hoffen. Oder einfach das Studi-Ticket und den runder werdenden Bauch mit meinem Zweitstudium genießen?

Ach ja, da war doch noch was. Der Bauch ❤ Was soll ich sagen. Ich bin rund- und fühle mich rundum wohl. Es zwickt hier, es klappert da, es quietscht dort- aber emotional bin ich so viel gefestigter als beim Buben. Da sind alle Zipperlein derzeit noch halb so schlimm.

Bauch

Und wir wissen, was das Bauchkekskind wird <3. Nachdem es ein ganz schönes hin und her war, was ein Geraschel!, ist klar: wir bekommen ein MÄDCHEN. Ein wunderhübsches, perfektes und fast komplett gesundes Mädchen. Leider wird unser Kind einen mini-kleinen Ventrikelspetumdefekt haben, einen der häufigsten Herzfehler. Da er so klein ist, muss er zwar kontrolliert werden, aber ist bei weitem nicht tragisch. Und damit können wir gut leben!

Charakterlich scheint sie sich doch sehr von ihrem großen Bruder zu unterscheiden, sie ist sehr aktiv und nimmt mir so viel Angst. Gut, dass ich mich schon beim Buben mit Haptonomie beschäftigt habe, das kommt mir nun doppelt zugute, denn die kleine Schwester reagiert sehr gut darauf. Laut US wird sie ein sehr großes (schon fast 30 CM!), aber sehr schlankes Kind, wie ihr großer Bruder.

Uuuuuuuuuund der Nestbautrieb. Hört mir auf mit Nestbautrieb! Leider haben wir Stockflecken an unseren Wänden entdeckt, da die Jobsituation meines Mannes noch nicht abschließend (positiv) geklärt ist, bleiben wir noch eine Weile in unserer Wohnung. Daher heißt es renovieren.

Da sind wir fleißig dabei und weil das Wochenende so hart war, habe ich mich tatsächlich mit den ersten zwei selbst gekauften Babysachen belohnt: eine Decke und die Wickelunterlage. Viele kleine Dinge habe ich von einer tollen Freundin geliehen bekommen- und bin immer noch so überwältigt, dass ich gar nicht weiß, wie ich ihr Danke sagen soll.

Der Bube hat nun sein erstes großes Bett bekommen- ein Feuerwehrbett. Über die nächsten Tage und Wochen soll er nun darin schlafen. Wir lassen ihm Zeit. Er meistert die Situation ganz toll und hat einen riesen Sprung gemacht. Auch wenn seine Einschränkungen weit massiver sind, als zu Anfang vermutet, macht er seine Sache wirklich prima, hat Spaß an den Therapien und sich gut in der KiTa eingelebt.

Bett

Allerdings war der Bube auch sehr krank: Grippe (die Echte), dann Noro und direkt drauf Windpocken. In der Zeit hat er sich seelisch wahnsinnig entwickelt, aber trotzdem war die Zeit (fast 4 Wochen keine/kaum KiTa sehr hart für uns alle, zumal es mich auch erwischt hatte. So eine Grippe braucht echt kein Mensch, der Rest blieb mir erspart.

Er braucht im Moment wieder sehr feste Strukturen, viele Regeln und wir haben Zuhause die wildesten Kämpfe. Dafür ist er in der KiTa tiefenentspannt, immerhin. Aber die Kämpfe sind anstrengend und bringen uns alle drei oft an den Rand des “rien ne va plus”.

 

Alles in allem eine anstrengende, aber auch aufregende und schöne Zeit.

Mein 2015

Haare länger oder kürzer? Viel, viel länger. Auch der Pony ist fast raus gewachsen.

Mehr bewegt oder weniger? Wechselhaft. Aber tendenziell zu wenig!

Mehr Kohle oder weniger? Hahahahahahahahaaaaaaaaa. Weniger. Eine Hochzeit, viel Frustshoppen, erhöhte Lebenshaltungskosten, wegfallendes Betreuungsgeld. ..

Mehr ausgegeben oder weniger? Mehr. Aber für sinnvolle Dinge.

Die teuerste Anschaffung? Ein neues Handy nachdem ich meines in die ewigen Jagdgründe geschickt habe. Uni. Hochzeit.

Das leckerste Essen? Veganes Barbecue. Sooooo guuuuuuuut.

Die schönste Serie? Ich bin ein Junkie, was soll ich sagen. GoT, Big Bang, 2 broke Girls… eine schöne, herzerwärmende Entdeckung war “call the midwive”.

Die enttäuschendste Serie? So richtig Schrott haben wir gar nicht geschaut. Nur Sachen mit denen ich nicht warm geworden bin…

Der inspirierendste Film? Eine Reportage über das vegane Leben.

Die ergreifendste Musik? Reinhard Mey, nein meine Söhne geb’ ich nicht

Die meiste Zeit verbracht mit Weinen. Zweifeln. Verneinen.

Die schönste Zeit verbracht mit dem König, Buben und meinen Freunden.

Vorherrschendes Gefühl 2015? Fassungslosigkeit

2015 zum ersten Mal getan? Mit Familie gebrochen.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Ein Problem zu klären. Das ist ja gründlich schief gegangen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Meine Liebe und Unterstützung

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Liebe und Unterstützung

2015 war mit 1 Wort: depressiv

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?  Für mich hat sich etwas geändert : ich will dich heiraten.

Vorsätze für 2016? Familie sein

Der Fragebogen schwirrt ja überall im Internet rum 😉 gesehen habe ich ihn unter anderem bei Frische Brise

Ich wünsche euch allen ein wundervolles Jahr 2016.

Meine 3 Sachen dich ich 2016 aktiv angehen will:

1)  Von 16-18.30 ist mein Handy aus. Es sei denn, ich bin alleine. Aber Familienzeit ist Familienzeit
2) Ich möchte 2x pro Woche laufen gehen
3) Ich möchte jeden Tag eine Sache bzw 1x die Woche sieben Sachen, die ich nicht brauche entsorgen

Die hat doch nicht mehr alle Tässchen im Schrank [alternative Monatshygiene]

Edit: ein paar von euch haben nachgefragt und auch, wenn ich in den nächsten 35 Wochen keinen Bedarf habe, möchte ich meine Erfahrungen teilen.

 

Mittlerweile ist der Cup als Alternative zu o.B.s und Co. in der „Ökoecke“ durchaus nicht unbekannt- trotzdem möchte ich euch hier von meinen Erfahrungen berichten. Ich bin nun seit etwas mehr als 2 Jahren begeisterte Nutzerin, was mich ja noch zu den Jungspunden im Tässchen-Club macht. Etwas anderes kommt mir nicht mehr in – äheeeem ins Haus ^^.

Achtung: dieser Beitrag enthält ein paar nette, unschönen Details über “Down South”-absolut unblutig versteht sich. Ich bin ja nicht Gräfin Menstrua :-D. Um alternative Monatshygiene zu beschreiben, muss und werde ich ins Detail gehen- consider yourself warned! 😀😀😀

Mein aktueller „Fuhrpark“ besteht aus der Lunette 2, LadyCup L, Luv ur Body L und diversen Stoffbinden. Damit habe ich jeweils ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht- fühlt euch frei, eure eigenen Erfahrungen als Kommentar zu teilen.

Das erste Mal von Cups gehört habe ich bereits vor Bubes Geburt- und ich muss zugeben, dass mir das trotz Baumknutscherei ganz schön suspekt war. Eine Tasse aus medizinischem Silikon, die das Menstruationsblut auffängt und dann ausgewaschen werden kann? In Gedanken sah ich mich als Göttin des Gemetzels in einem Badezimmer stehen, welches jedem Dexter Tatort locker Konkurrenz machen konnte. Durch zwei Linien, die die Welt bedeuten war klar, dass ich erstmal mindestens 40 Wochen keinen Bedarf an Frauenhygieneprodukten jedweder Art hatte und so drängte ich Cups geschickt an die Seite.

Ich blieb lange „verschont“, aber mit abnehmendem Stillabstand kamen meine Mondtage denn doch zurück. Super. Ganz toll. Schon im ersten Zyklus merkte ich: Tampons und ich, huiuiuiui, es ist kompliziert. Ich beschloss, eine Trennung in Freundschaft sei wohl das Beste. Zweiter Zyklus und Binden. Ich bin nicht der Bindentyp. Es gibt Frauen, die können das. Ich gehöre einfach nicht dazu. Ich erinnerte mich an den Cup, mein Kopf fand das plötzlich gar nicht mehr so seltsam (zumindest nicht seltsamer, als mit juckendem Schritt zum Kopierraum auf der Arbeit zu watscheln- danke Candida!) und meine Finger klicken ja eh recht schnell auf „Möchten Sie zahlungspflichtig bestellen?“.

Ich packe also begeistert meine Tässchen, die Lunette 2, aus, die nächste Mens kündigte sich bereits an, und- nun ja. Ich hatte mit Tässchen gerechnet. Diminutiv. *chen. Naiv wie ich war dachte ich etwa an einen Tampon der Stärke „Super Plus“. Was ich bekam war deutlich größer.

Wie funktioniert das denn nun? Eigentlich ganz einfach: die Tasse ist ein Auffangbehälter aus weichem Material, meist medizinisches Silikon. Sie wird gefaltet, in die Vagina eingeführt und muss sich dort „entfalten“, also „aufploppen“, damit sich ein Vakuum bildet. Das Vakuum und die Beckenbodenmuskulatur halten das Tässchen da, wo es hingehört, während das Blut gesammelt wird. Durch Zusammendrücken der Tasse lässt sich das Vakuum lösen und man kann sie einfach entfernen. Auswaschen, wieder einsetzen, fertig ab ist die Kiste. Man kann damit alles machen, was man mit einem Tampon auch kann, inklusive Schwimmen, Sauna und Sport. Es wird mehrfach explizit darauf hingewiesen, dass man mit der Tasse keinen Verkehr haben darf.

Es hat bei mir etwa 3 Zyklen gedauert, in denen ich ein „Backup“ aus Stoffbinden brauchte- danach gab es nur noch Probleme mit der „richtigen“ Größe. Es hilft unterschiedliche Falttechniken auszutesten. Ich stelle euch „meine“ Modelle gleich einmal im direkten Vergleich vor.

Ich war ja zu Anfang auch skeptisch und habe daher einmal versucht die häufigsten Vorurteile und Argumente gegen einen Cup zu Beantworten.

Argument: ich habe keine Zeit/Mens Cups sind zu aufwendig

Gefühlte 200 Mal gehört 😏. Ich brauche nicht länger, als mit Tampons und aufwendig ist es für mich auch nicht, da ich meinen Cup morgens und abends unter der Dusche entferne, auswasche und wieder einsetze. Dafür liegt eine milde Babyseife und ein Interdental-Bürstchen in der Dusche. Mit dem Bürstchen reinige ich die Löcher der Menstruationstasse- dabei fällt leider noch etwas Müll an. Man bekommt sie auch mit einem starken Wasserstrahl sauber. Wechselt man die Tasse auf der Toilette dauert das Entfernen und Säubern sicher einen kurzen Moment länger, als nur in Papier einwickeln und wegwerfen. Aber auch das hält sich in Grezen.

Argument: Der Tragekomfort! Die ist so groß, die merkt man bestimmt…

Nein. Einfach Antwort. Wenn ihr euren Cup merkt, dann ist er zu groß oder zu hart und ihr braucht ein anderes Modell. Die Auswahl des Cups richtet sich unter anderem danach, wo sich euer Muttermund bei der Menstruation befindet. Je tiefer er in die Scheide hinein ragt, desto weniger Platz nach oben habt ihr. Aber auch hier: wenn ich einen natürlichen Zyklus habe, dann liegt mein Muttermund sehr tief- er steckt dann einfach in der Tasse und ich merke auch nichts. Ihr müsst dann besonders aufpassen, dass ihr die Tasse nicht am Muttermund vorbei schiebt- sonst lauft ihr aus 😀😉 eine gute und kostenlose Beratung findet ihr in diversen Facebook Gruppen!

Argument: das ist sooo teuer!

Meine Lunette hat keine 30€ gekostet. Pro Menstag brauchte ich mindestens 4 Tampons, aber eher 6- das ist auch der Durchschnitt im Freundekreis, das macht etwa 30 Stück pro Mens. Eine Packung Tampons kostet etwa 2,70€ für 32 Stück (wenn man nicht teuren nimmt, sonst mehr!). Wenn man nun großzügig ist und eine Packung pro Mens rechnet, ist man in 10 Monaten bei 27 €- das ist etwa so viel, wie ich für meine Lunette (ohne Schnickschnack) bezahlt habe. Die Lunette kann man mehrere Jahre nutzen, ich habe von einem Durchschnitt von 4 Jahren gelesen. Also, teuer? 😉

Argument: das ist doch ekelhaft!

Naja- persönliches Empfinden kann man schlecht wegargumentieren. Tatsache ist: man kommt mehr in Kontakt mit seinem Menstruationsblut, mit Schleim und Koageln. Sie werden eben nicht aufgesaugt und dann einfach entsorgt. Man muss sich um die Entsorgung und Reinigung kümmern. Man muss sich auch mehr mit seinem Zyklus und den körperlichen Veränderungen auseinander setzen, ganz klar. Ihr solltet wissen, wo euer Muttermund ist, wie er sich anfühlt, was sich verändert, zumindest um das passende Modell zu finden. Ich persönlich fand das am Anfang befremdlich, aber nie ekelhaft. Ich habe aber auch lange mit Sensiplan verhütet und bin daher so oder so aufgeschlossen, was meine Körperflüssigkeiten angeht.

Argument: und unterwegs?

Zugegeben- das ist ätzend. Ich habe nun eine etwas größere Tasse und komme nur selten in die Verdrückung, woanders als Daheim wechseln zu müssen. Eine Alternative ist eine Tasse zum Wechseln dabei zu haben. Feuchttücher und Wasserflasche haben sich auch als sehr nützlich erwiesen, ebenso ein Tassentuch, auf dem ihr die Tasse kurz ablegen könnt. Oft reicht auch ein einfaches auswischen mit Toilettenpapier. Im Notfall könnt ihr eure Tasse auch mit Urin reinigen- klingt eklig, aber Urin kommt fast steril raus…

To put it in a nutshell:
Ich liebe meine Menstassen. Durch das Reinigen, Entfernen und Einsetzen in der Dusche habe ich im Grunde gar keine Sauerei, wird ja alles weggeduscht. Ich koche meinen Cup am Anfang der Mens einmal aus, reinige ihn dann nur mit Wasser und Seife, am Ende der Mens lege ich ihn in Gebissreiniger (mein Cup hat keine Farbe, das hilft gegen Verfärbungen). Ich koche ihn nicht am Ende wie empfohlen aus, irgendwie erschließt sich mir der Sinn nicht so ganz, da er gründlich gereinigt wird, in Gebissreiniger eingelegt etc.- manchmal vergesse ich ihn ehrlich gesagt auch in der Dusche, wenn er hinter große Shampooflaschen rutscht. Bisher hat er das gut mitgemacht und bevor die Blutung losgeht reinige ich ihn gründlich. Ich kenne auch Frauen, die ihn einfach in die Spülmaschine oder Waschmaschine stecken.

Tipp: Wenn ihr eure Tasse vor dem Auskochen in einen Schneebesen steckt, riskiert ihr nicht, dass er auf dem heißen Topfboden schmilzt und bekommt ihn ohne Verbrühung aus dem Topf.

Das Tässchen-Origami:

Die C-Faltung: 

 

Eine Art “Push Down”: dafür drückt ihr den oberen Tassenrand an einer beliebigen Stelle nach unten und rollt die Tasse ein. Sehr schwer zu beschreiben, aber es gibt ganz tolle YouTube Videos!

 

 

Nichtszubereuens ultimativer Tässchen-Test:

Anmerkung: ich vergleiche hier nur die Lunette und Lady Cup L. Die Luv ur Body ist keine geeignete Tasse für mich, daher kann ich nicht viel dazu sagen. Auch fehlt bei allen meinen Tassen der Stiel.

Die Umverpackung:

Lunette 2:

Hübsch eingepackt und mit einem kleinen Satin Beutel. Ansonsten ist die Verpackung eher schlicht gehalten. Gefällt mir sehr.

Lunette 2 Lunette 1.jpg

Lady Cup L:

 

Die Lady Cup hat sehr lustige “intructions” auf der Seite – das empfand ich als sehr auflockernd. Auch die Lady Cup hat einen mehr als großzügigen Beutel aus Baumwolle dabei. In den passen sogar beide Tässchen rein!

Die Größe der Tässchen:

Die Lady Cup ist marginal größer – am ehesten fällt dies am Umfang auf.

 

Beachtet die “Stippser” auf dem oberen Bild nicht, die sind noch von der alten Kamera 🙂

Der Tragekomfort:

Ich persönlich mag beide Tassen sehr gern. Die Lady Cup L trage ich ein bisschen lieber, da sie einen Ticken größer ist – sie ist insgesamt wenige Millimeter länger und das Volumen ist etwas größer. Sie könnte noch mehr Flüssigkeit aufnehmen, wenn sie denn die Löcher nicht so doof angeordnet hätte, dies ist ein klares Minus.

Lady 1

Sie ist auch etwas weicher und entfaltet sich daher schwerer. Dies fiel mir mit der Lunette leichter. Wenn man dann aber den Dreh raus hat, dann kann man sie auch bei einer stärkeren Blutung tragen, ohne wechseln zu müssen.

Ein weiterer Nachteil der Lady Cup (oder Vorteil der Lunette, wie man es nimmt) ist, dass sie sich schwerer entfernen lässt. Sie hat unten so ganz ebene Noppen, statt wie die Lunette Rillen, so dass das schon eine ganz schöne Fummelei ist,

Lunette oder Lady Cup?

Wenn ihr euch nur eine leisten wollt und gänzlich ungeübt seid, würde ich zur Lunette tendieren. Damit habt ihr ein ziemliches “allround” Paket. Mir hat sie über kurz oder lang an meinen Tagen mit starker Blutung nicht ausgereicht, wenn ich länger (>4Stunden) keine Chance hatte daheim in Ruhe zu wechseln.

Beide haben Vor- und Nachteile.

Lunette +

  • Für die meisten Frauen mit nicht zu heftiger Blutung geeignet
  • Angenehme Größe
  • Dicker oberer Rand, den man leicht “entlang fahren” kann, um zu fühlen, ob sich ein Vakuum gebildet hat
  • Unten Rillen, man kann leicht das Ende ertasten

Lunette –

  • Etwas zu kleines Volumen für wirklich heftige Tage
  • “Durchsichtige” verfärben schneller, als andere Menstassen (Achtung subjektives Empfinden)

Lady Cup L +

  • Material ist weich und angenehm zu tragen
  • Hält auch recht heftiger Blutung stand
  • Rand oben dick genug um gut daran entlang zu fahren
  • Etwas günstiger als Lunette

Lady Cup L –

  • Löcher sind doof platziert und verhindern so, dass das komplette Volumen genutzt werden kann
  • Durch die Weichheit “ploppt” sie nicht so gut, das erfordert aber lediglich etwas Übung
  • Durch die Noppen unten nicht so leicht zu Ertasten
  • Stiel ist hohl (also nicht erschrecken)

 

Frohes Menstruieren allerseits 😀

#nichtszuverlosen

Ich verlose zum allerersten Mal etwas – und es wäre ja unfair, dass nur auf meinem Instagram Profil zu tun.

Verlost wird zur Feier des kleinen Striches ein Greifling von Grimms Holzspielzeug 🙂

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So könnt ihr teilnehmen:

  1. Folgt meinem Profil und markiert jemanden unter diesem oder dem Instagram Post, dem ihr den Gewinn den Greiflinges wünscht
  2. Repostet die Verlosung unter dem Hashtag #nichtszuverlosen
  3. Der/die Nominierte wandert mit zwei Stimmen in den Lostopf, ihr mit einer
  4. Insgesamt kann jede/r Teilehmer/in mit höchstens 3 Stimmen teilnehmen
  5. Ihr könnt bis Sonntag, 20.12.2015, 15 Uhr teilnehme – so kommt der Greifling im Idealfall vor Heiligabend zu euch. Ihr werdet per Markierung benachrichtigt
  6. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eure Daten werden vertraulich behandelt.

Ich wünsche euch allen viel, viel Glück!

Im Dezember…

Huch, da ist die erste Dezemberwoche ja schon um…

Im Dezember…

♡ möchte ich gerne ein Herzchen bumpern sehen (auch wenn das wohl eher im Januar der Fall sein dürfte ❤

♡ möchte ich schöne Weihnachten feiern – das letzte Mal “nur” zu dritt

♡ möchte ich ganz viel stricken und Geschenke machen, die von ❤ kommen

♡ möchte ich öfter in die Kirche gehen und alles in vollen Zügen genießen

♡ möchte ich uns gesund ernähren

♡ möchte ich zum Frisör gehen

♡ möchte ich glänzende Burschiaugen sehen, wenn er seine Geschenke auspacken darf

♡ möchte ich schöne vegane Silvester bei unheimlich lieben Menschen feiern

♡ möchte ich Weihnachtsgrüße verschicken und Menschen in meinem Umfeld sagen, wie sehr ich sie mag

♡ möchte ich ins Kino gehen [das ist sogar schon vorbei, na sieh mal an!]

♡ möchte ich mit meiner Neurologin über meine Medikation sprechen

Festhalten, es wird eine rasante Fahrt…

Was soll ich sagen? Das ging ja mal… flott ❤ ❤ ❤

Wer mir bei Instagram folgt, der weiß es schon eine kleine Weile: es hat geschnaggelt. Keine lange KiWu Zeit, kein Verzweifeln. Einfach so, zack bumm, hat es eingeschlagen.

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Ein zweiter Strich. Noch mini-mini-mini klein und trotzdem heiß geliebt ❤

Ich fühle mich so weit gut, bin nur unfassbar müde und SEHR hungrig. Das ist aber noch so frisch, man muss mal gucken, was noch kommt. Ich bin bereit! Beim Buben ging es mir ähnlich und kotzübel wurde es mir nur, wenn ich Curry gerochen habe.

Am 15.12. habe ich den ersten Termin beim Arzt, viel sehen wird man da wohl noch nicht. Bisher bin ich sehr entspannt. Das kann auch so  bleiben, noch so eine Achterbahnfahrt wie beim Bubi brauche ich nicht.

Diesmal haben wir es total früh allen Freunden gesagt- sollte, Gott bewahre! – etwas schief gehen, können wir es eh nicht verhindern. Da will ich mich lieber von der ersten Sekunde an freuen dürfen .

Also, gut festhalten Baby – wie alles in Mamas Leben wird das eine rasante Fahrt!

PS: du MUSST bleiben, ich habe schon ein Geburtstuch im Auge… 😀

1095 …

Blog Geburtstag

 

… Tage Bube. Wenn man es genau nimmt, dann sind es heute 1096 Tage. 1096 Tage voller Liebe. Mit wunderschönen, schönen und weniger schönen Tagen. 1096 Tage geballtes Leben.

Du kannst…

… viele Lieder mitsingen

… ganz alleine ohne uns in der KiTa bleiben

… ein super spitzenklasse Affenpapa sein

… wahnsinnig gut sprechen und uns so (fast) alles sagen, was du willst

… Fahrrad fahren

… ohne Probleme 5 km wandern

… die ganz viel, besonders Kleinigkeiten und Details, merken

.. fast alleine Einschlafen (ganz ohne Schlaflern-Programm-Mist)

Du magst/machst gerne…

… Huckepack getragen  zu werden, wenn du nicht mehr laufen kannst

… Nudeln mit Pesto oder Sauce

… Kartoffeln, am liebsten ohne alles

…Paprika

… klettern und toben

… basteln

… Baustellen, Baustellenfahrzeuge, Baustellentätigkeiten

… die Vogelhochzeit, Anne Kaffeekanne und Elefantis Liederwiese

… Die Sendung mit der Maus (jeden Abend drei Clips) und Löwenzahn (Sonntags, sofern du gebadet hast)

… Kuchen backen

… Bällebad

… Flunkerfisch

… Spazierengehen

…schwimmen

… Orangensaft pressen

Du magst überhaupt nicht…

…Haare waschen

… wenn jemand tut, als verstünde man dich nicht

… viele Regeln

… krank sein

… deinen Schnuller abgeben

… etwas nicht zu dürfen

… Döppekooche

Du möchtest gerne (mal)…

… auf der Baustelle arbeiten

… Laster und Bagger fahren

… Kaffee trinken

… immerzu Süßes essen

… am Laptop tippen

Mama und Papa sind besonders stolz auf…

… dich in allen deinen Facetten

… deine sprachliche Entwicklung

… die Fürsorge, mit der du den Affen umsorgst

… dein Durchhaltevermögen (in ganz, ganz vielen Dingen!)

… dein (fast) eigenständiges Kuchen backen

… dein Gedächtnis

Mama und Papa ärgern sich manchmal über…

… dein Ignorieren von Regeln

… dein Beißen von anderen Kindern

 

Mein liebster Bube, mein Schatz, mein Herz, mein ganzer Stolz.

Für dein zweites Lebensjahr wünsche ich dir eine Mama, die mehr Geduld hat. Ich wünsche dir weniger Stress und mehr Zeit. Ich wünsche dir, dass wir dich sehen können, wie du bist, ohne Angst zu haben, dass irgendwas nicht “normal” sein könnte.

Ich wünsche dir riesige Hosentaschen in die Steine, Murmeln, Blätter, Nascherei und allerlei Schätze passen.

Ich wünsche dir ein Lieblingslied, dass du einfach immer hören könntest und dass wir es dir vorsingen.

Ich wünsche dir den Mut, die Faszination für die Welt, dass Bewusstsein für Wunder und Wundersames und die Weisheit, die wir Erwachsenen schon lange verloren haben.

Du bist du und du bist perfekt so wie du bist, so wie du warst und so wie du werden willst.

Ich werde dich lieben, so lange es dieses und alle existierenden Universen gibt, so lange die Sonne im Osten aufgeht, so lange auch nur ein Molekül von mir existiert. Nichts und niemand könnte dies je ändern. Noch nicht einmal du selber.

Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte (Korinther 7, 23)

 

 

 

 

 

Elterngeschichten -1-

Zeit für eine neue Rubrik. Wer kennt das nicht? Das schlimmste an Playdates sind regelmäßig die anderen Eltern. Da erlebt man teils tragisch komische Dramen ohne jeden Realitätsbezug. Manchmal lustig, manchmal traurig- aber fast immer erwähnenswert.

Besucht man einen öffentlichen Spielplatz bekommt man einen ziemlichen guten Eindruck davon, wie die Gesellschaft mit Kindern zusammengesetzt sind und was derzeit grad die “Up-To-Date” Erziehungsgrundsätze sind. Ich habe bekanntlich eine 0-Toleranz für Stumpfsinnigkeit, Dummheit und jedweden Machtspielchen, daher wechsle ich die Spielplätze ganz gerne mal, um nicht immer den gleichen Leuten zu begegnen, die ich nicht mag.

Und es gibt echt so Eltern, da kann ich nichts mehr zu sagen. So auch die Mama des kleinen Tom*, eine junge Frau, etwa Anfang 20. Madonna Piercing *klick*, ein paarmal zu oft Sonnenbank, ein paarmal zu oft die Haare schlecht blondiert, deutlich zu viel Bronzer, ein paarmal zu oft mit zu viel Wimperntusche getuscht und definitiv zu oft Perlmutt Lippenpflege benutzt.

“Tom, nein!” 

“Tom, lass es sein!”

“Tom, lass es sein jetzt!”

“Tom!”

Genervtes Augenrollen, das Schreien immer entnervter und entnervter. Und mittendrin in dem ganzen Trauerspiel ein desorientierter kleiner Tom, der nun gar nicht mehr wusste, was er noch darf und was nicht. Immer wieder ein Blick zur Mama, um Orientierung zu finden, Blick zu anderen Kindern, den kleinen blauen Eimer etwas unschlüssig in der Hand. Entgegen der Annahme vieler meiner Kritiker bin ich in der Regel zwar schnell latent angenervt und kann recht garstig sein, versuche aber zumindest immer noch einmal die Situation zu analysieren, bevor es eskaliert. Mit sowas, das muss ich euch sagen, kann ich gar nicht!

Aber wer von uns ist frei davon, mal einen schlechten Tag zu haben? Wir bemühen uns tagtäglich, die besten und nur die besten Mütter für unsere Kinder zu sein. Wer weiß, wie ihre Nacht war, die Woche, ja vielleicht sogar die letzten Wochen? Ich beteilige mich nicht gern an Spielplatzlästereien, zum Glück waren die entsprechenden Konsorten heute mal nicht da. DIE haben eh jeder eigenen Dreck am stecken!

Ich rufe also zu Tom rüber, Bube und er haben sich eh schon umkreist, aber Bube kommt mit anderen schimpfenden Eltern nicht zurecht und nimmt dann immer etwas verschreckt Abstand. Meine Lust weiter im Matsch zu hocken und Kuchen zu backen hielt sich so oder so in sehr engen Grenzen.

“Tom heißt du oder?” schüchternes  Nicken. “Magst du mit Bube Kuchen backen?” verunsicherter Blick zur Mama. Offensichtlich konnte Tom kein Nein in ihren Augen erkennen und kam schon deutlich beschwingter zu uns rüber. Ein paar Kuchen später spielten die beiden friedlich miteinander und mein geplagter Rücken konnte sich endlich mal zu Toms Mama auf die Bank pflanzen. Schweigen.

“Der macht immer nur Scheiße!” sagt sie entnervt.

Oha. OHA! Ich bin langsam echt ein klein bisschen pissed. Ich entscheide mich, erstmal gar nix zu sagen. Was ich zu sagen gehabt hätte, wäre nicht so schön gewesen.

“Ehrlich, immer, immer!!”

“Scheiße ist ja auch immer Defintionssache…” murmel ich ganz schön stinkig.

“Der macht alles kaputt und haut und beißt. Mit dem will schon keiner mehr spielen und dann nervt er mich!”

“Das machen Kleinkinder nun mal. Und nu? Du hast ein gesundes, kleines Kind. Der Rest ist eine Frage der Definition.” okay. Du hast mich. Ich bin ganz schön sauer.

“Ja, aber wenn der doch alles kaputt macht???”

“Dan nehme ich ihm das, was er kaputt machen könnte, weg. Zack Bumm. Und der Rest ist Kollateralschaden”

“Hmmmmmmm.” die Antwort gefällt ihr nun nicht so gut.

Die beiden Jungs spielen immer noch zusammen und *zack* Bube kriegt einen übergezogen, nachdem er Tom die Schüppe weggenommen hat. Keiner blutet, keiner heult, keiner ist bewusstlos. Tja, so kanns gehen… ich bin natürlich in Habachtstellung, aber so grundsätzlich sind die beiden etwas gleich alt, gleich stark und ich sehe keinen Grund einzu-

“TOOOOOOOOOOOOM!!!!!!!!!!! DU KOMMS JETZ HER! WAT HAB ICH DIR GESAGT???? WAS HAB ICH DIR GESAGT???? DU S-O-L-L-S-T NICHT HAUEN!!!!!!!!”

Ich bin doch etwas erschreckt, Tom und Bube genauso.

“Alles gut- die klären das unter sich!”

“Aber er hat gehauuuuueeeeen!” 

Kein Grund zu heulen Mädel.

“Bei den beiden sind die Kräfte ausgeglichen, keiner heult, blutet oder ist bewusstlos. Die klären das unter sich.” Rabenmutter ich

Sie setzt sich jetzt doch verdutzt hin. Es dauert ein paar Minuten, bis die beiden Burschen wieder ins Spiel finden. Sie ist die ganze Zeit nervös.

Die beiden spielen noch eine Weile so ruhig, bis die Raufereien häufiger werden- beide sind langsam müde.

“Da müssen wohl zwei kleine Krieger ins Bett” sage ich. Gott sei Dank denke ich- das Anschweigen ging ja auf keine Kuhhaut mehr. Wir sagen tschüss und kurz bevor ich um die Kurve bin höre ich sie rufen.

“Und das kann man einfach so machen? Also, wenn das Kind haut einfach NICHTS machen?” 

Ist sie verunsichert? “Wenn die Kräfte ausgeglichen sind und es nicht zu heftig ist- ja klar, denke schon!”

“Ahhh. Okay. Bis zum nächsten Mal dann.”

Ich rechne ja nicht damit, ihr wieder zu begegnen und frage mich die ganze Zeit, ob ich ihr einfach ziemlich deutlich hätte sagen müssen, dass ich ihre Art unmöglich finde. Aber meine Sorgen, oder sind es Hoffnungen?, sind gänzlich unbegründet. Denn am nächsten Donnerstag sitzt sie bereits auf der Bank. Diesmal habe sie das Sandspielzeug nicht vergessen. Und Kekse habe sie auch dabei, die müssten sie nur heimlich essen, Zucker mache den Tom immer so unruhig flüstert sie mir verschwörerisch zu. Ob der Bube denn Apfel dürfe? Und so sehr sie beim vorherigen Treffen geschwiegen hat, so sehr quatscht sie nun. Das ihr Exfreund nicht aus der Wohnung ausziehen will und sie nun geht. Das er ihr aber keinen Unterhalt zahlen will und sie deswegen gar nicht weiß, was sie machen soll. Das sie kaum noch schlafe seit der Trennung. Aha. Daher weht der Wind. Ich empfehle ihr die Caritas, die bei uns getrennte Elternteile berät.

Der Sommer ist lang und wir treffen uns immer wieder. Das Schreien wird schnell viel weniger, Tom wirkt gelöster und irgendwie entspannt sich die Situation. Und ergibt noch viele tolle Geschichten, die ein andermal erzählt werden können.

 

 

 

 

 

*Name natürlich geändert. Ich will an der Stelle nur EXPLIZIT erwähnen, dass es kein typischer “Kevinismus” Name war und ich diese Unterscheidung auch genauso explizit unmöglich finde!