#OffTopic Runde 2: Me-Time. Die Bloggerinnen hinter dem Blog

Off Topic

Los geht es also, mit der zweiten Runde #OffTopic *yeah* Ich bin die Gastgeberin der heutigen Runde. Setzt euch, nehmt euch einen Kaffee/Tee und Kekse und genießt die Show- heute geht es um das Thema „Me-Time“.

Nichtszubereuen 

Me-Time ist mir extrem wichtig. Ich habe mit Job, Studium, einem „besonderen“ Kind, Ehemann, Wohnung und nicht zuletzt mir selber echt eine ausgesprochene Mehrfachbelastung. Viele von euch kennen diese Mehrfachbelastung, ich bin wohl keine Ausnahme. Ich brauche „Me-Time“ und ich nehme mir „Me-Time“. Vor einiger Zeit war ich 3x die Woche Laufen- das geht nun seit der Schwangerschaft nicht mehr so gut. Was ich aber fast ohne Ausnahme durchziehe ist mein abendliches Wohlfühlprogramm. Erst duschen, dann mit Musik über den Kopfhörer Haare föhnen. Und ich föhne LANGE. Ich liebe das Gefühl warmer Luft auf meinem Kopf. Ich gebe es zu: ich bin süchtig. Und das ist okay, denn das Föhnen ist auch ein so genannter „skill“, der Panik und Unruhezustände abmildert. In der Zeit bringt der König den Buben zu Bett. Für uns funktioniert das gut.

Kathrin (Öko-Hippie-Rabenmütter)

Kathrin

Me-Time. Ein Thema, bei dem ich stundenlang lamentieren könnte oder aber nach wenigen Sätzen fertig bin. Kommt drauf an, was man mich fragt. Werde ich gefragt, wie meine Me-Time aussieht, bin ich schnell fertig. Mit zwei Kindern in dem Alter meiner beiden, ist Me-Time so ‘ne Sache. Das ist eine Tasse Kaffee im Bett am sehr frühen Morgen, das ist 2-3 Stunden Bloggen die Woche, das ist twittern wenn gerade keiner guckt. Fertig. Werde ich aber gefragt, wieso das so wenig ist und ob ich es denn nicht hinbekäme, etwas für mich zu tun, gut für mich zu sorgen, dann bricht schnell eine lange, lange Tirade aus mir heraus, in der es um alles geht. Um Gesellschaft, um Erwartungshaltung, um Männer und Frauen und ihre anerzogenen Vorstellungen davon, wer was zu tun hat, um Bedürfnisorientierte Elternschaft und um Frust, weil ich mir mehr wünschen würde, es aber nun mal effektiv nicht geht. Ja, ist wirklich so. Einer schreit immer, einer kackt immer, einer will immer auf den Arm. Me-Time ist, wenn mal 2 Minuten am Tag keiner was von mir will. Me-Time ist, mal alleine irgendwo sitzen oder stehen zu dürfen. Me-Time ist, wenn mal beide gleichzeitig schlafen und ich kochen darf, ohne Bubba Ray erklären zu müssen/dürfen, welches Gewürz ich benutze und (ich zitiere) “Warum?”
Me-Time ist, diese Zeilen zu tippen, denn gerade guckt keiner. Und Me-Time wird sein, die Antworten der anderen lesen zu dürfen, vielleicht wenn ich dann gerade auf dem Klo bin oder so. Mal sehen, vielleicht kann ich ja noch ein paar wertvolle Inspirationen mitnehmen 😉

Frau Rabe (Rabensalat)

Ok. Me-Time. Meeeeee-Tiiiiime. Was war das noch mal? Orrrrr, komm schon, Frau Rabe, dir wird doch wohl was halbwegs unterhaltsames zu Me-Time einfallen?

Nein. Zu müde. Lass mich in Ruhe. Ich will schlafen. Schlafen ist meine Me-Time. Und selbst das kann ich nicht so wie ich will.

Ey, aber gehst du nicht jede Woche zum Ballett? Ist das nicht Me-Time? Hmja, das stimmt. Also, nicht jede Woche, denn manchmal (oft) bin ich dann doch zu müde oder fühle mich nicht gut oder die Kinder sind voll kacke drauf oder ich hab einfach keinen Bock.

Frau Rabe

Fakt ist: ich würde echt gerne mal wieder ein Bier trinken gehen. Mit Freunden oder einfach mit Herrn Rabe. Oder auf ein Konzert, oder zum Impro. Aber noch viel lieber wäre mir Zeit alleine. Al-lei-ne. Ohne Menschen um mich, ohne Haushalt, ohne Verpflichtungen, ohne Geräusche. Und dabei nicht so dermaßen zum Umfallen müde sein, dass ich sofort wie ein Stein wegbratze und meine kostbare Me-Time verschlafe.

Das letzte Mal, dass ich so einen Moment hatte, war vor über einem Jahr. Ich hatte von Herrn Rabe zu Weihnachten eine Behandlung im Spa eines Hotels bekommen, mit Aufenthalt im Saunabereich und allem Pipapo. Dann war aber die Sauna einfach nicht so mein Fall, vielleicht wegen der Schwangerschaft oder vielleicht war auch der Pool zu verlockend.

Der Pool. Mein innerer Happy Place ist dieser Pool, glaube ich. Denn es war niemand da. Das Wasser wie ein Spiegel. Keine Geräusche. Keine Menschen. Keine Interaktion. Nur ich. Über eine Stunde saß ich regungslos an diesem Pool und starrte auf das Wasser. Ich existierte einfach nur. Als ich zur Massage abgeholt wurde, löste ich mich nur widerwillig aus meiner Trance. Die Massage war auch sehr angenehm, aber erholt hat mich die Stunde am Pool hundertmal mehr.

Das war Anfang Januar 2015. Seitdem ist meine Me-Time wieder beschränkt auf am Wochenende duschen mit nur gelegentlicher Anwesenheit von Kindern und seltenen Ausflügen von Herrn Rabe mit beiden Kindern zum Einkaufen oder ähnlichem, die ich meistens zum Putzen oder Kochen nutze. (Das können wohl auch nur Eltern nachvollziehen, dass man sich darüber freut, alleine das Klo putzen zu können, ohne dass sich gerade ein Baby im Wischeimer ersäuft und ein Kleinkind Kinderzahnpasta in die Fliesenfugen reibt, weil es “Putzen hilft”.) Das ist besser als nichts, keine Frage. Aber ich sollte mir wohl mal wieder eine Stunde am Pool buchen.

Snowqueen (Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn)

Da meine drei Kinder in den Kindergarten gehen, habe ich ziemlich viel Me-Time über den Tag verteilt, aber damit will ich euch nicht langweilen. Ich beschreibe stattdessen mal, wo meine „Me-Time“ ist, wenn ich abends zwei Fünfjährige und einen Zweijährigen allein ins Bett bringe.

Nach dem Abendbrot schnappe ich mir ein Kind nach dem anderen und mache sie im Bad bettfertig, während die anderen zwei irgendwo in der Wohnung umherwuseln und ihr Ding machen. Fräulein Chaos ist gerade eine „Tinker-Fee“ und erfindet allerlei Dinge, die dann abends noch dringend mit Kleber und Schnur und Paketband zusammengeschweißt werden müssen. Fräulein Ordnung sitzt garantiert auf dem Legoteppich, baut Häuser für ihre Püppchen und verbalisiert ununterbrochen, was gerade passiert und wer was wo sagt. Der kleine Herr Friedlich steckt entweder Schienen für seinen Holzzug zusammen oder hantiert an seiner Puppenküche. Diese Spiele unterbreche ich kurz, wenn ich das entsprechende Kind ins Bad abhole, aber sie können danach sofort wieder aufgenommen werden.

Das Zähne putzen, waschen und den Schlafanzug anziehen wie am Fließband ist eigentlich der anstrengendste Teil des Abends. Obwohl es erst 19 Uhr ist, mache ich mich auch schon bettfertig. Eines Tages werde ich wieder Chips mampfend vorm Fernseher abhängen, aber momentan ist mir frühes Schlafengehen wichtiger. Sind die Kinder und ich im Schlafanzug, beginnt für uns alle die „Me-Time“: Jeder macht das, worauf er Lust hat. In meinem Fall ist das, mich gemütlich ins Familienbett zu kuscheln und auf mein Handy zu starren. Ich lese bei Twitter nach, beantworte Fragen in meinem Blog-Forum oder unterhalte mich per Whatsapp mit Freundinnen. Selten schreibe ich auch Artikel fertig. Ich höre die Kinder draußen reden, aber alles läuft ziemlich leise ab und ich schaue auch nicht nach, was sie machen. Ich habe schließlich „Me-Time“. Als Herr Friedlich noch nicht geboren war und die Mädchen noch kleiner, waren sie abends oft aufgedreht und laut. Wir haben seitdem darauf geachtet, sie nach der Kita unbedingt noch für ein paar Stunden draußen spielen zu lassen und sie immer wieder darauf hingewiesen, dass das Spielen nach dem Abendbrot leise sein soll. Mittlerweise geht das problemlos. Da sie alle ziemlich ausgepowert sind, spielen sie automatisch leise.

Je nachdem, wie müde sich die Kinder fühlen, kommt der eine oder die andere zu mir ins Bett. Herr Friedlich wird noch einschlafgestillt. Ist er mit dem Spielen fertig, tappert er von selbst zu mir, klettert aufs Familienbett und kuschelt sich neben mich. Meist schläft er beim Stillen ein. Manchmal jedoch steht er nach ein paar kräftigen Schlucken wieder auf, ruft mir ein fröhliches „Bi päter!“ (Bis später!) zu und läuft wieder ins Kinderzimmer. Es gibt Abende, da macht er das 2-3 Mal, bis er einschläft. An 8 von 10 Abenden schläft er aber sofort an meiner Brust ein. Relativ zeitgleich mit ihrem Bruder wird Fräulein Chaos müde. Oft kommt sie zu mir, kuschelt sich neben mich unter meine Decke und hört eine Weile Hörbücher mit ihrem iPod. So tankt sie meine Nähe auf, während wir beide aber mit unseren Dingen beschäftigt sind. Ab und zu schläft sie so ein, meist legt sie aber irgendwann die Kopfhörer ab, gibt mir ein Gutenacht-Küsschen und geht schnell in ihr eigenes Bett im kleinen Kinderzimmer. Innerhalb von 5 Minuten schläft sie dort ein. Fräulein Ordnung rumort meist noch bis spät im großen Kinderzimmer – es ist ihre produktivste Zeit. Oft finde ich am Morgen zich vollgemalte Blätter oder eine Reihe fertiger Puzzles oder einen großen Feenpalast aus Legosteinen. Sie ist abends noch hoch konzentriert und innerlich so voller Ideen, dass sie einfach gar nicht einschlafen könnte. Gegen 21 Uhr (manchmal auch erst 22 Uhr) ist auch bei ihr die Puste raus. Zu der Zeit schlafen ihre Geschwister schon längst und auch ich bin dann müde. Ich lege also mein Handy weg, stehe nochmal kurz auf, um Fräulein Ordnung zuzudecken, ihr einen Kuss zu geben und eine gute Nacht zu wünschen. Ich bleibe kurz an ihrem Bett sitzen, bis ich sehe, dass ihre Augenlider schwer werden und gehe dann zurück ins Familienbett. Natürlich hätte ich jetzt eigentlich Zeit, noch mehr für mich selbst zu tun, einen Film gucken zum Beispiel, aber dazu bin ich meist zu geschafft. Die beiden Früheinschläfer werden um 5.30 Uhr morgens wieder wach sein – und ich damit leider auch. Insofern haue ich mich lieber ins Bett, denn wenn ich müde bin, reagiere ich wie ein aus dem Winterschlaf gerissener Bär und das ist für ein harmonisches Familienleben eher nicht zuträglich…

Carmen (vegane Familien)

MeTime…. ja was ist das eigentlich??? Bevor man Mutter wird, weiß man manchmal gar nicht wie man sie füllt – und dann auf einmal…. schupps ist sie verschwunden.Ich hatte ja das Glück, dass ich zwischen den beiden Kindern noch einmal meine eigene Zeit hatte- und die hab ich auch echt ausgenutzt. Inzwischen ist diese Zeit für mich auch wieder sehr sehr kostbar. Als alleinerziehende Mutter gibt es davon nicht allzu viel. Ab und zu schläft der Kleine auch. Das ist aber nur abends. Und falls ich nicht eingeschlafen bin oder arbeite – oder vor Erschöpfung nur noch auf der Couch liege und Löcher in die Luft starre, lese ich auch noch ein paar Zeilen. Tagsüber gibt es diese Zeit nur wenn ich spazieren gehe und der Kleine dabei in der Karre eingeschlafen ist. Dann kann ich alleine mit meinen Gedanken sein, ohne dass ich ständig unterbrochen werde. Wenigstens das.

Ansonsten gönne ich mir – und das schon seit Jahren – morgens einen Latte Macchiato – oder Matcha Latte – und diese 10 Minuten sind mir heilig. Momentan ist es etwas schwieriger, weil der Kleine auch immer an den Tisch will, wenn ich da bin. Fazit: ich stehe und trinke etwas schneller.Dann geht’s.

Mein großes Glück ist meine Mutter, die auch seit einigen Jahren in Hamburg wohnt (ich bin ja schon 1997 mit meinem alten VW Käfer in den Norden ausgewandert ;)). Netterweise übernimmt sie den ein- oder anderen Abend. Dann gehe ich zum Kundalini Yoga und kümmere mich wirklich nur um mich selbst. Und DAS ist momentan tatsächlich meine einzige MeTime. Leider haben wir das seit Dezember erst 5 oder 6 Mal geschafft. Aber ich will mich nicht beschweren. Es ist besser als nichts. Grundsätzlich bin ich wirklich sehr sehr dankbar über jede einzelne Minute. Auf der anderen Seite weiß ich auch: „Hey – das ist mein letztes Kind und diese Zeit kommt nie nie wieder“. Das macht mich ehrfürchtig und ich komme gut damit klar mal hinten an zu stehen. Die

MeTime kommt wieder. Ganz bestimmt 🙂

 

Lena Zauberhaft (Elfenhimmel)

Me Time – ein Thema, bei dem ich erst mal in mich gehen und nachdenken musste. Fast hätte ich ganz spontan darüber geschrieben, dass ich keine Zeiten für mich alleine habe und glücklich damit bin. Ja, ich bin zufrieden und unsere Kinder geben mir so viel Kraft, dass ich mir tatsächlich sicher bin, dass alles gut ist wie es ist. Kleine Auszeiten gibt es – mit ein wenig Bedenkzeit – natürlich trotzdem, sonst wäre es mir wahrscheinlich schon längst zu viel geworden. Me Time bedeutet für mich, auf dem Badboden vor der Heizung zu sitzen und mal ganz in Ruhe abzupumpen. Einfach ganz alleine ohne weinendes Baby, oder ein ohne Ende quasselndes Großkind mit dabei. Es bedeutet, für einen kurzen Moment Kopfhörer aufzusetzen, unter die Bettdecke zu kriechen und bei schöner Musik abzuschalten.
Manchmal ist es auch eine warme Dusche, die längst überfällige Rasur, oder der Moment, in dem die Frühlingssonne zum ersten Mal auf meiner Nase kitzelt.
Meine Ich-Zeiten sind somit vollkommen im Alltag integriert und ganz normale Kleinigkeiten, die ich ganz bewusst wahrnehme und zu meinen Ruheinseln werden lasse. Ich möchte nicht aus dem Haus gehen, ohne mindestens einen der beiden zu haben; Kino, feiern gehen, Wellness, oder was auch immer sonst gerne als persönlicher Wohlfühlmoment zählt, kommen daher nicht in Frage. Ich hätte aber auch tatsächlich keine Ruhe und Freude dabei.
Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel und so gibt es Paarzeiten alleine mit meinem Mann; oder wird es wieder geben, wenn unser Elf älter und stabiler ist.

Durch unsere Kinder hat sich meine Grund- & Lebenseinstellung so stark verändert, dass es mich durch und durch erfüllt Mama zu sein. Dadurch wurde ich allgemein gelassener und habe durch so manche Lektion meines Lebens gelernt, selbst klitzekleine Kleinigkeiten zu schätzen und dankbar anzunehmen. So ist es auch mit all der Anstrengung die Kinder nun mal mit sich bringen und im besonderen unser kranker Elf. Ich bin so dankbar dafür, dass uns diese zwei wundervollen Wesen geschenkt wurden & dass sie leben dürfen, dass kaum etwas eine Chance hat, dieses Gefühl klein zu bekommen 🙂

 

Ich hoffe, ihr hattet so viel Spaß wie ich bei der neuen Runde dieses tollen Projektes 😀 Auf bald, nichtszubereuen

 

3 thoughts on “#OffTopic Runde 2: Me-Time. Die Bloggerinnen hinter dem Blog

  1. Ich brauche gar nicht viel Zeit für mich alleine. Es reicht mir, wenn ich essen und duschen und aufs Klo gehen kann. Dann bin ich zufrieden. Ok, alle 3 Monate noch Haare färben und mir regelmäßig die Augenbrauen zupfen. Ansonsten bin ich einfach so glücklich, wenn ich meinen kleinen Raben schmusen und mit ihm lachen kann, dass der Gedanke, Zeit ganz alleine zu verbringen, mir überhaupt nicht behagt…

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  2. kathrinrabenmutter

    Phasenweise habe ich das auch. Wenn beide Kinder glückselig und ausgeglichen sind und gerade keine Grippe, kein Zahn, kein Pups nervt. Aber ich bin mit diesem kleinen Altersabstand meiner Kids (19 Monate) derart ausgelastet, dass ich schnell an persönliche Grenzen der Belastbarkeit gehe. Und dann ist A L L E I N E sein meine einzige Zuflucht – klappt nur zu selten 😉

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