1095 …

Blog Geburtstag

 

… Tage Bube. Wenn man es genau nimmt, dann sind es heute 1096 Tage. 1096 Tage voller Liebe. Mit wunderschönen, schönen und weniger schönen Tagen. 1096 Tage geballtes Leben.

Du kannst…

… viele Lieder mitsingen

… ganz alleine ohne uns in der KiTa bleiben

… ein super spitzenklasse Affenpapa sein

… wahnsinnig gut sprechen und uns so (fast) alles sagen, was du willst

… Fahrrad fahren

… ohne Probleme 5 km wandern

… die ganz viel, besonders Kleinigkeiten und Details, merken

.. fast alleine Einschlafen (ganz ohne Schlaflern-Programm-Mist)

Du magst/machst gerne…

… Huckepack getragen  zu werden, wenn du nicht mehr laufen kannst

… Nudeln mit Pesto oder Sauce

… Kartoffeln, am liebsten ohne alles

…Paprika

… klettern und toben

… basteln

… Baustellen, Baustellenfahrzeuge, Baustellentätigkeiten

… die Vogelhochzeit, Anne Kaffeekanne und Elefantis Liederwiese

… Die Sendung mit der Maus (jeden Abend drei Clips) und Löwenzahn (Sonntags, sofern du gebadet hast)

… Kuchen backen

… Bällebad

… Flunkerfisch

… Spazierengehen

…schwimmen

… Orangensaft pressen

Du magst überhaupt nicht…

…Haare waschen

… wenn jemand tut, als verstünde man dich nicht

… viele Regeln

… krank sein

… deinen Schnuller abgeben

… etwas nicht zu dürfen

… Döppekooche

Du möchtest gerne (mal)…

… auf der Baustelle arbeiten

… Laster und Bagger fahren

… Kaffee trinken

… immerzu Süßes essen

… am Laptop tippen

Mama und Papa sind besonders stolz auf…

… dich in allen deinen Facetten

… deine sprachliche Entwicklung

… die Fürsorge, mit der du den Affen umsorgst

… dein Durchhaltevermögen (in ganz, ganz vielen Dingen!)

… dein (fast) eigenständiges Kuchen backen

… dein Gedächtnis

Mama und Papa ärgern sich manchmal über…

… dein Ignorieren von Regeln

… dein Beißen von anderen Kindern

 

Mein liebster Bube, mein Schatz, mein Herz, mein ganzer Stolz.

Für dein zweites Lebensjahr wünsche ich dir eine Mama, die mehr Geduld hat. Ich wünsche dir weniger Stress und mehr Zeit. Ich wünsche dir, dass wir dich sehen können, wie du bist, ohne Angst zu haben, dass irgendwas nicht “normal” sein könnte.

Ich wünsche dir riesige Hosentaschen in die Steine, Murmeln, Blätter, Nascherei und allerlei Schätze passen.

Ich wünsche dir ein Lieblingslied, dass du einfach immer hören könntest und dass wir es dir vorsingen.

Ich wünsche dir den Mut, die Faszination für die Welt, dass Bewusstsein für Wunder und Wundersames und die Weisheit, die wir Erwachsenen schon lange verloren haben.

Du bist du und du bist perfekt so wie du bist, so wie du warst und so wie du werden willst.

Ich werde dich lieben, so lange es dieses und alle existierenden Universen gibt, so lange die Sonne im Osten aufgeht, so lange auch nur ein Molekül von mir existiert. Nichts und niemand könnte dies je ändern. Noch nicht einmal du selber.

Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte (Korinther 7, 23)

 

 

 

 

 

“Hallo, mein Name ist nichtszubereuen und ich bin eine Rabenmutter!”

“Hallo nichtszubereuen!”

Zwei Posts meines alten Blogs könnt ihr jetzt bei meiner lieben und hochgeschätzten Blogger-Kollegin Kathrin lesen. Ein absolut toller, lesenswerter Blog mit spannenden und bewegenden Artikeln! Meine Artikel findet ihr unten verlinkt.

Stattet den ÖkoHippieRabenmüttern doch mal einen Besuch ab, es lohnt sich!

I´ve been to a dark space and it sucked

Geschichten aus dem Darm

Ich bin wieder mal schlaflos…

Wisst ihr, was ne Bitch ist? Nur zu gern würde ich jetzt einen “Deine Mudda” Witz reißen. Is´aber nich´so. Also, vielleicht schon, das kann ich nun echt nicht beurteilen. Wäre ja auch frech.

Was aber definitiv ´ne Bitch ist, ist Schlaflosigkeit. Wie hab´ich dich vermisst, alte Freundin. Was haben wir gemeinsam für super Zeiten hinter uns- nächtelang haben wir zusammen durchgemacht. Bis Sonnenaufgang, und länger!, waren wir eins, untrennbar. Du warst auch noch bei mir, als meine Augenringe schon bis unter das Kinn gingen und ich kaum nach gradaus gehen konnte (hey, querfeldein ist auch gradaus oder? ). Immer wieder hast du mich verlassen, aber ich konnte sicher sein: gänzlich unerwartet, unpassend und mehr als oft unerwünscht flatterst du wieder in mein Leben und machst Ramba-Zamba, Krawall und Remmi-Demmi.

Sie haben versucht uns zu trennen, mehr als ein Arzt hat dir mit rosa Zettelchen, grünen, orangenen, lilanen und weißen Pillchen, Tropfen, Tee und Schmelztabletten versucht den Gar aus zu machen. Aber nicht mit dir, du bist hartnäckig. Du bist nie wirklich gegangen, du hast dich nur geschickt versteckt. Und dann, wenn keiner guckt, tadaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa du bist wieder da!

Was mache ich denn nun mit dir? Hierbleiben kannst du nicht, so viel steht fest. Ich hab die Woche noch echt was vor, Arbeit und so. Und der Bube hat ja auch Geburtstag… Also, bleiben kannst du echt nicht. Ich weiß, das interessiert dich nicht- du bist ja immerhin eine ganz schöne Bitch. Aber vielleicht kriegen wir das dieses Jahr ja mal alleine hin, was meinst du? Du kriegst heute Nacht und den Rest der Woche lässt du mich schlafen? Das wäre doch mal was.

Deine nichtszubereuen

Out of Order [Leben mit Depressionen; möglicherweise Trigger]

So ist es, das Leben: ein Auf und Ab, ein Wechselbad der Gefühle und Stimmungen, zumindest in meinem Leben. Es gibt mal gute und eben mal schlechte Tage. Und manchmal beginnt ein Tag gut und endet ganz schlimm- anders herum ist allerdings eher selten.

Und an irgendeinem Punkt bin ich Out of Order. Nur gereizt, aggressiv, gleichzeitig weinerlich und will eigentlich nur noch meine Ruhe haben. Bleibt mir doch alle weg!

Manchmal klappt es, mich fort zu träumen, manchmal hilft eine Serie, Kaffee oder Haare föhnen. Und manchmal hilft- nix. Dann ist der Umgang mit mir und mein Umgang mit der Welt eine Gratwanderung. Wann läuft das Fass über? Dann motze ich schneller, intensiver, lauter und werde auch gemeiner. Dann mag ich mich selber nicht leiden und das zieht mich dann noch viel weiter runter. Dann gehöre ich eigentlich nur ins Bett, möglichst reizarm, ohne großes Tamtam. Chaos in der Wohnung tut mir dann gar nicht gut, besonders Haare am Boden (wenn es so feucht ist) sind für mich unerträglich. Eine Berührung, und sei sie noch so sachte, ist in solchen Momenten einfach nicht aushaltbar- man kann es fast als Schmerz beschreiben, daher hilft mir in solchen Momenten auch körperliche Nähe nicht weiter, im Gegenteil. Einzig starker Druck ist ab und an förderlich.

Glücklicherweise sind diese Zustände selten geworden, ganz weg ist es aber nicht. So wie heute, wo das Wetter auch noch entsetzlich murkelig ist und ich dann auch noch regelmäßig unangenehme Flashbacks habe. Ob das tatsächlich Flashbacks sind, weiß ich gar nicht genau. Ich will nicht noch eine Diagnose haben und bisher war das selten ein tatsächliches, großes Problem. Ab und an ist es dann schon so heftig, dass ich überlege es anzusprechen, aber das ist so selten, dass mir der Gedanke immer wieder entgleitet. Heute fühle ich regelmäßig alte Gefühle, Kleinigkeiten wühlen unangenehme Erinnerungen hoch und das ist gar nicht schön. Der Streit und Bruch mit meiner kompletten Familie hängt mir noch nach auch wenn es mir im Alltag überraschend wenig ausmacht und ich es zumeist gut an die Seite schieben kann.

Sicher kennt das jeder Mal, diesen Moment, in dem man sich an etwas Unangenehmes erinnert und einem dieses Gefühl dann den ganzen Tag nachhängt. So etwas geht es mir, nur sehr viel realer. Dann bin ich entsetzlich dünnhäutig und möchte den Tag an der Stelle nur beenden. Das geht natürlich nicht immer, sehr selten sogar, und so muss ich da irgendwie durch. Der Bube hat ein feines Gespür für Stimmungen, ist derzeit so oder so in einer doofen Phase und das multipliziert die negative Stimmung dann noch mal ziemlich gehörig. Auch das ist Depression: sich nicht von negativen Gefühlen lösen zu können. Und die Probleme bei der Impulskontrolle macht das ADHS (oder was auch immer das ist). Das macht mich zu einer tickenden Bombe auf zwei Beinen und ich bin immer froh, wenn es überstanden ist. Und die Angst, dass das wieder Dauerzustand wird, bleibt. Jedes Mal.

Childhood Dreams

Ich war ein Träumerle- schon als Kind. Ich dachte, irgendwann, wenn ich groß bin, dann mache ich, wonach mir der Sinn steht! Und wie mir der Sinn stand 😀 Ich wollte Eis und Kekse zum Frühstück, nicht zur Schule gehen, den ganzen Tag schaukeln. Durch Rasensprenger hüpfen, in der Sonne liegen und keine Sonnencreme nutzen. Ich wollte aufbleiben, so lange ich will und immer barfuß gehen. Mein Haus sollte in einem ausgehöhlten Baumstamm sein, mit ganz viel Flaschenzügen. Und Pferde hätte ich natürlich gehabt, klaro! Und keiner hätte mich gescholten, weil ich so wild war. In meiner Welt konnte ich wild sein.

Und irgendwann ist die Kindheit vorbei. Und die Kindheitsträume hallen noch etwas nach, bis sie nach und nach unwichtiger werden und schließlich nur immer wieder wie ein Blitzlicht auftauchen.

Aus meiner Kindheit ist nicht mehr viel geblieben. Eigentlich fast gar nichts. Aber wenn ich morgens heimlich Schokolade oder Kekse esse- dann hab ich es geschafft. Ich bin erwachsen und könnte meinen Traum leben. Stattdessen weiß ich nicht mehr, was ich träumen soll. Und ich starre auf die Tapete und fühle mich irgendwie ganz schön leer. Als hätte ich mein kindliches Ich einfach so verraten. Und ich bin jedes Mal froh, wenn der Bube angerannt kommt, so voll kindlicher Leichtigkeit, Hoffnung und voller Träume- und ich ein ganz kleinen bisschen von diesem Funken abbekomme. Dann weiß ich: alles wird gut.

Aller guten Dinge sind…

2. Und zwei ist auch die Überleitung. Denn zwei Tage ist es schon her, dass meine Welt kurz aus den Angeln gehoben und dann wieder reingezimmert wurde. Ihr fragt euch sicherlich, ob ich wieder am Klebstoff geschnüffelt habe (natürlich nicht!), oder was das hier alles mal wieder soll. Ich bin mir gar nicht sicher, ob das sooooooo schlau ist das zu posten. Aber irgendwo muss es hin. Ich lese hier erschüttert die ganzen Nachrichten zu den grässlichen Terroranschlägen in Paris. Und habe dabei die Worte einer lieben Freundin mit derzeitigem Kinderwunsch im Ohr: kann ich noch ein Kind in diese hasserfüllte Welt setzen? Ja, kann man denn?

Unsere Kinder gestalten die Welt von morgen. Und wir durch sie mit. Wir können den Terror nicht verhindern. Ich kann nicht verhindern, dass acht unschuldige Säuglinge sterben mussten, dass Kinder misshandelt werden, Flüchtlingsheime angezündet werden. All das kann ich nur ganz wenig beeinflussen und das macht mich krank. Und wie so oft wünsche ich mir, dass einfach mal etwas nur gut ausgeht.

Ich weiß nicht, ob es schlau ist das zu posten, weil es ein Geheimnis ist. Was, wenn das “real life” mich einholt und hier Menschen lesen, von denen ich derzeit lieber nicht will, dass sie irgendetwas über mich wissen? Auf der anderen Seite: ich habe mich gegoogelt. Ich finde mich so richtig richtig nicht. Und das ist ja auch gut… Und ich könnte das PW schützen. Oder so. Und eigentlich steppt in meinem Inneren grad der Papst im Kettenhemd. Denn es hat sich etwas ergeben. Ein Geheimnis. Und das kam so:

Unser Büro wird saniert. In der Zeit sind wir in einem herrlich unverseuchten Büro- in dem es keinerlei Einschränkungen gibt. Das öffnet ein Zeitfenster. Und nach langem hin und her haben wir uns entschlossen, das Zeitfenster zu nutzen. Trotz der Angst, der Panik, der Sorge. Trotz des Terrors und der Not.

Wir sind bescheuert, wahnsinnig, völlig bekloppt. Aber wir versuchen es noch mal. Wir versuchen ES noch mal. Wir versuchen noch ein Kind zu bekommen. Wir versuchen ein zweites Kind zu bekommen. Nochmal schwanger werden. Ich. Nochmal. Habe ich denn den Verstand verloren?!?

Und jetzt sitze ich hier. Ich habe ja wenig Hoffnung, dass es flott geht- beim letzten Mal hat es ja auch gedauuuuuueeeeeeeerrrrrttttttt. Daher trinke ich direkt mal Frauenmanteltee. Und hab mit Nux Vomica C30 ausgeleitet. Und bin ganz hibbelig. Und wenn es nicht klappt? Und wenn es klappt? Und wenn es nicht klappt? Und wenn es klappt? Und wenn…

Und, kleiner Mensch, magst du einziehen?

 

Elterngeschichten -1-

Zeit für eine neue Rubrik. Wer kennt das nicht? Das schlimmste an Playdates sind regelmäßig die anderen Eltern. Da erlebt man teils tragisch komische Dramen ohne jeden Realitätsbezug. Manchmal lustig, manchmal traurig- aber fast immer erwähnenswert.

Besucht man einen öffentlichen Spielplatz bekommt man einen ziemlichen guten Eindruck davon, wie die Gesellschaft mit Kindern zusammengesetzt sind und was derzeit grad die “Up-To-Date” Erziehungsgrundsätze sind. Ich habe bekanntlich eine 0-Toleranz für Stumpfsinnigkeit, Dummheit und jedweden Machtspielchen, daher wechsle ich die Spielplätze ganz gerne mal, um nicht immer den gleichen Leuten zu begegnen, die ich nicht mag.

Und es gibt echt so Eltern, da kann ich nichts mehr zu sagen. So auch die Mama des kleinen Tom*, eine junge Frau, etwa Anfang 20. Madonna Piercing *klick*, ein paarmal zu oft Sonnenbank, ein paarmal zu oft die Haare schlecht blondiert, deutlich zu viel Bronzer, ein paarmal zu oft mit zu viel Wimperntusche getuscht und definitiv zu oft Perlmutt Lippenpflege benutzt.

“Tom, nein!” 

“Tom, lass es sein!”

“Tom, lass es sein jetzt!”

“Tom!”

Genervtes Augenrollen, das Schreien immer entnervter und entnervter. Und mittendrin in dem ganzen Trauerspiel ein desorientierter kleiner Tom, der nun gar nicht mehr wusste, was er noch darf und was nicht. Immer wieder ein Blick zur Mama, um Orientierung zu finden, Blick zu anderen Kindern, den kleinen blauen Eimer etwas unschlüssig in der Hand. Entgegen der Annahme vieler meiner Kritiker bin ich in der Regel zwar schnell latent angenervt und kann recht garstig sein, versuche aber zumindest immer noch einmal die Situation zu analysieren, bevor es eskaliert. Mit sowas, das muss ich euch sagen, kann ich gar nicht!

Aber wer von uns ist frei davon, mal einen schlechten Tag zu haben? Wir bemühen uns tagtäglich, die besten und nur die besten Mütter für unsere Kinder zu sein. Wer weiß, wie ihre Nacht war, die Woche, ja vielleicht sogar die letzten Wochen? Ich beteilige mich nicht gern an Spielplatzlästereien, zum Glück waren die entsprechenden Konsorten heute mal nicht da. DIE haben eh jeder eigenen Dreck am stecken!

Ich rufe also zu Tom rüber, Bube und er haben sich eh schon umkreist, aber Bube kommt mit anderen schimpfenden Eltern nicht zurecht und nimmt dann immer etwas verschreckt Abstand. Meine Lust weiter im Matsch zu hocken und Kuchen zu backen hielt sich so oder so in sehr engen Grenzen.

“Tom heißt du oder?” schüchternes  Nicken. “Magst du mit Bube Kuchen backen?” verunsicherter Blick zur Mama. Offensichtlich konnte Tom kein Nein in ihren Augen erkennen und kam schon deutlich beschwingter zu uns rüber. Ein paar Kuchen später spielten die beiden friedlich miteinander und mein geplagter Rücken konnte sich endlich mal zu Toms Mama auf die Bank pflanzen. Schweigen.

“Der macht immer nur Scheiße!” sagt sie entnervt.

Oha. OHA! Ich bin langsam echt ein klein bisschen pissed. Ich entscheide mich, erstmal gar nix zu sagen. Was ich zu sagen gehabt hätte, wäre nicht so schön gewesen.

“Ehrlich, immer, immer!!”

“Scheiße ist ja auch immer Defintionssache…” murmel ich ganz schön stinkig.

“Der macht alles kaputt und haut und beißt. Mit dem will schon keiner mehr spielen und dann nervt er mich!”

“Das machen Kleinkinder nun mal. Und nu? Du hast ein gesundes, kleines Kind. Der Rest ist eine Frage der Definition.” okay. Du hast mich. Ich bin ganz schön sauer.

“Ja, aber wenn der doch alles kaputt macht???”

“Dan nehme ich ihm das, was er kaputt machen könnte, weg. Zack Bumm. Und der Rest ist Kollateralschaden”

“Hmmmmmmm.” die Antwort gefällt ihr nun nicht so gut.

Die beiden Jungs spielen immer noch zusammen und *zack* Bube kriegt einen übergezogen, nachdem er Tom die Schüppe weggenommen hat. Keiner blutet, keiner heult, keiner ist bewusstlos. Tja, so kanns gehen… ich bin natürlich in Habachtstellung, aber so grundsätzlich sind die beiden etwas gleich alt, gleich stark und ich sehe keinen Grund einzu-

“TOOOOOOOOOOOOM!!!!!!!!!!! DU KOMMS JETZ HER! WAT HAB ICH DIR GESAGT???? WAS HAB ICH DIR GESAGT???? DU S-O-L-L-S-T NICHT HAUEN!!!!!!!!”

Ich bin doch etwas erschreckt, Tom und Bube genauso.

“Alles gut- die klären das unter sich!”

“Aber er hat gehauuuuueeeeen!” 

Kein Grund zu heulen Mädel.

“Bei den beiden sind die Kräfte ausgeglichen, keiner heult, blutet oder ist bewusstlos. Die klären das unter sich.” Rabenmutter ich

Sie setzt sich jetzt doch verdutzt hin. Es dauert ein paar Minuten, bis die beiden Burschen wieder ins Spiel finden. Sie ist die ganze Zeit nervös.

Die beiden spielen noch eine Weile so ruhig, bis die Raufereien häufiger werden- beide sind langsam müde.

“Da müssen wohl zwei kleine Krieger ins Bett” sage ich. Gott sei Dank denke ich- das Anschweigen ging ja auf keine Kuhhaut mehr. Wir sagen tschüss und kurz bevor ich um die Kurve bin höre ich sie rufen.

“Und das kann man einfach so machen? Also, wenn das Kind haut einfach NICHTS machen?” 

Ist sie verunsichert? “Wenn die Kräfte ausgeglichen sind und es nicht zu heftig ist- ja klar, denke schon!”

“Ahhh. Okay. Bis zum nächsten Mal dann.”

Ich rechne ja nicht damit, ihr wieder zu begegnen und frage mich die ganze Zeit, ob ich ihr einfach ziemlich deutlich hätte sagen müssen, dass ich ihre Art unmöglich finde. Aber meine Sorgen, oder sind es Hoffnungen?, sind gänzlich unbegründet. Denn am nächsten Donnerstag sitzt sie bereits auf der Bank. Diesmal habe sie das Sandspielzeug nicht vergessen. Und Kekse habe sie auch dabei, die müssten sie nur heimlich essen, Zucker mache den Tom immer so unruhig flüstert sie mir verschwörerisch zu. Ob der Bube denn Apfel dürfe? Und so sehr sie beim vorherigen Treffen geschwiegen hat, so sehr quatscht sie nun. Das ihr Exfreund nicht aus der Wohnung ausziehen will und sie nun geht. Das er ihr aber keinen Unterhalt zahlen will und sie deswegen gar nicht weiß, was sie machen soll. Das sie kaum noch schlafe seit der Trennung. Aha. Daher weht der Wind. Ich empfehle ihr die Caritas, die bei uns getrennte Elternteile berät.

Der Sommer ist lang und wir treffen uns immer wieder. Das Schreien wird schnell viel weniger, Tom wirkt gelöster und irgendwie entspannt sich die Situation. Und ergibt noch viele tolle Geschichten, die ein andermal erzählt werden können.

 

 

 

 

 

*Name natürlich geändert. Ich will an der Stelle nur EXPLIZIT erwähnen, dass es kein typischer “Kevinismus” Name war und ich diese Unterscheidung auch genauso explizit unmöglich finde!

12 von 12 #1

Was War denn bei uns los?

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Der Bube wurde-wie jeden Morgen – KiTa fertig gemacht. Heute trug er ein selbst genähtes Shirt, dass sooooo schief genäht war – dafür aber gemeinsam mit ihm 💜💜💜

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Auch das KiTa Brot durfte nicht fehlen, heute Sandwich mit Alfalfa-Sprossen.

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Bubes liebstes Spielzeug. Ich räume tatsächlich nur in die -von ihm! – dafür vorgesehenen Boxen und werfe ab und an mal ein Taschentuch weg, sofern er darin nicht einen seiner Schätze aufbewahrt. Der respektvolle Umgang mit unserem Kind beinhaltet für uns auch seine Privatsphäre zu respektieren und sein Eigentum als solches zu behandeln.

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Eine kleine Stärkung für mich- ebenfalls Alfalfa-Sprossen und das beste Kokoswasser, dass ich bisher finden konnte. Das von DM / Alnatura schmeckt aber auch sehr gut!

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Mehr Essen. Da mein Immunsystem geschwächt ist, muss ich besonders jetzt nach zwei Infekten direkt hintereinander mit einem dritten der an die Haustüre klopft auf mich Acht geben. Rotbäckchen half mir schon als Kind und ist besonders in der Erkältungszeit fester Posten auf meinem Einkaufszettel.

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So ein großer kleiner Mann 😍😍😍😍😍 es gibt kaum genug Worte, die meine Liebe zu diesem perfekten kleinen Haudegen beschreiben. Ich staune jeden Tag, wirklich jeden einzelnen Tag über dieses perfekte Kind 💜💜💜

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Unser Kater kam natürlich heute auch und hat sich seine Portion Mama geholt. Man merkt, dass er alt wird. Er wird gemütlicher, friert leichter (und huscht daher unter die Decke ), ist anfälliger für Stress. Und nervt ganz schön oft! Solche Momente machen es mehr als wett.

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Noch schnell ins Reformhaus, das was ich vergessen habe kaufen. Sowas passiert mir ab und an und hat mich heute ganz schön gestresst.

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Rote Lippen soll man küssen… 💋💋💋
Ein bisschen chic chic muss eben doch mal sein!

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Zum Abend gab es dann noch mal Schlucker- viel zu teuer. Das kann ich selber bedeutend günstiger!

Ständig Ärger

Irgendwie haben wir das Pech derzeit für uns gepachtet. Bube krank. Mama krank. Bube krank. Papa krank. Bube noch nicht wieder gesund, Mama aber schon krank und Papa ebenfalls.

Dazu kommt, dass diverse Dienstleister ganz viele Dinge tun- nur den Dienst, den sie anbieten, leisten sie leider nicht. So warten wir regelmäßig auf Päckchen, wären um ein Haar exmatrikuliert worden und unsere Heizung zeigt ständig eine Fehlermeldung.

Burschi himself ist in der KiTa in der letzten Zeit eher weniger angepasst gewesen- so dass wir schon ein Gespräch mit den Erziehern führen mussten. Ergotherapie wird es wohl im Laufe der nächsten Wochen werden.

Mit ihrem Herzensprojekt ist Mama nun schon im Rückstand und das macht mich schier wahnsinnig 😦 Mir liegt sehr viel daran.

Und überhaupt, so krank und erschöpft, aber geistig fit und energiegeladen ist einfach eine doofe Kombination. Ich wollte heute Vurst machen, aber auch dazu: Zutaten kaufen ging noch und dann war Schicht im Schacht.

Jetzt warte ich darauf dass der ebenfalls kranke König von der Arbeit kommt und dann den Buben abholt. Und hoffe, dass ich bis dahin aufstehen kann. Und vielleicht wenigstens Staub sauge oder so. Vielleicht hole ich aber auch nur Nachtschlaf nach…

Im November…

Im November möchte ich

♡ Wieder mehr bloggen (1/Woche)
♡ Clean Eating ausprobieren
♡ Ganz viel für die Uni lernen
♡ Bequeme Hosen für den Buben nähen
♡ Laufen!
♡ Den Burschigeburtstag feiern
♡ Die Wohnung Adventsfit machen
♡ Ganz viele goldene Herbstspaziergänge machen
♡ Auf einen Laternenlauf gehen
♡ Einen Jahreszeitentisch mit dem Buben gemeinsam implementieren
♡ Zum Friseur gehen